• Category: bitcoin
  • Hits: 97

Banksafes geknackt: Wie "Keld Larsen" in zehn Minuten 28 Kilo Gold erbeutete

Die zwei gefälschten Reisepässe habe er um jeweils 2500 Euro im Darknet erworben, erzählte der mutmaßliche Täter vor Gericht. Dort habe er in ...
Die zwei gefälschten Reisepässe habe er um jeweils 2500 Euro im Darknet erworben, erzählte der mutmaßliche Täter vor Gericht. Dort habe er in ...

Original Source

Comments  

Operator
#1 Operator 2019-03-27 10:12
Es werde dieses Mal ein wenig länger dauern, gab "Larsen", der tatsächlich Benjamin G. heißt und aus Israel stammt, dem jungen Mitarbeiter zu verstehen. Der Lehrling verließ den Tresorraum daraufhin. Der Moment, zuzuschlagen, war gekommen. Mit zwei Schraubenziehern soll er es in knapp zehn Minuten geschafft haben, sieben Schließfächer aufzuzwängen. In einem Schließfach befanden sich Goldbarren mit einem Gewicht von 28 Kilogramm. Zudem erbeutete der Täter Bargeld, Schmuck und Philharmoniker-Münzen.

Die Beute im Wert von rund 1,1 Millionen Euro soll er in einen Rucksack gestopft und seelenruhig die Bank verlassen haben. Das war laut Überwachungskamera um 11.16 Uhr. Der Coup fiel rund einen Monat lang niemandem auf. Erst als die Kripo die Wirtschaftskammer in einem Schreiben vor solchen Trickdieben warnte, wurde im Raum mit den Schließfächern Nachschau gehalten.

Gefälschte Pässe
Da war der mutmaßliche Täter, der in der Ukraine lebt, längst über alle Berge. Rasch fanden die Ermittler heraus, dass "Keld Larsen" nur ein Alias-Name war. Der Reisepass, den der Mann hergezeigt hatte, war eine Fälschung. Mit diesem war der 31-Jährige beim Linzer Magistrat aufgetaucht und hatte mit einer Scheinadresse eine Meldebestätigung bekommen, womit er sich das Bankschließfach besorgte. Glück für die Ermittler: Auf dem ausgefüllten Meldezettel hatte der Angeklagte einen Fingerabdruck hinterlassen, der ergab in der Europol-Datenbank einen Treffer. Denn der israelisch-kanadische Staatsbürger war bereits in der Ukraine wegen eines Drogendeliktes strafrechtlich in Erscheinung getreten. Er wurde in Brüssel festgenommen und Ende des Vorjahres nach Linz ausgeliefert.

Es stellte sich heraus, dass der Israeli Monate zuvor versucht haben soll, in einer Grazer Bank denselben Coup durchzuziehen. Doch die Schließfächer, die der Beschuldigte in der steirischen Landeshauptstadt aufgebrochen haben soll, waren leer gewesen.

Tipp aus dem Darknet
Die zwei gefälschten Reisepässe habe er um jeweils 2500 Euro im Darknet erworben, erzählte der mutmaßliche Täter vor Gericht. Dort habe er in einem anonymen Chat-Kanal einen unbekannten Mann kennengelernt. Dieser habe ihm alle Informationen über die angeblich einfach zu knackenden Safes in Linz und Graz gegeben, so der Angeklagte. Doch ausgerechnet das Schließfach mit den 28 Kilo Gold im Wert von 984.000 Euro will er nicht aufgezwängt haben. Das müsse ein anderer Dieb gewesen sein, schließlich seien die Pläne ja im Darknet einfach verfügbar, behauptete der Mann.

In Budapest habe er die Beute zu Geld gemacht und nur 80.000 Euro Bargeld dafür bekommen. Zu wenig, um seinen angeblich schwer kranken Bruder zu unterstützen, der eine Nierentransplantation benötige, die rund 250.000 Dollar koste. "Und wo ist das Geld?", fragte die Richterin nach. Angeblich hat er alles verprasst. "Und was ist mit der Niere Ihres Bruders?" Dieser sei nun wütend auf ihn, meinte der Angeklagte. Das Urteil, vier Jahre Haft, ist nicht rechtskräftig.

You have no rights to post comments

MY BTC: 1C3zQ6oiekMsZWfr9qd56TfReE7Q7mmTnV
MY ETH: 0x1b7588f7cb3d8d71a1719c1bcd8b4ecccc46f90a 

Latest Comments

Youtube.com/sk2eu

wer startet heute noch eine webseite... o:O
Cookies make it easier for us to provide you with our services. With the usage of our services you permit us to use cookies.